Lehrstil
Diese Seite erklärt, warum der Kurs so strukturiert ist, wie er ist.
Ausrichtung von Kurszielen und Anreizen¶
Beachten Sie, dass alle Kursziele aktive Verben sind: Sie sollten nach dem Kurs in der Lage sein gewisse Dinge zu tun. Zum Beispiel, wenn Sie auf einen Zeitungsartikel stoßen, von dem Sie glauben, dass er eine falsche Behauptung aufstellt, sollten Sie in der Lage sein:
Einen Datensatz zu finden, der zur Fragestellung passt.
Dieses herunterzuladen und in ein Jupyter Notebook zu importieren.
Es mit geeigneten deskriptiven Statistiken zu analysieren.
Eine Visualisierung oder Tabelle zu erstellen.
Ihre Ergebnisse zu interpretieren.
Abgesehen vom ersten Schritt stellt der Ablauf des Kurses sicher, dass Sie diese Fähigkeiten jede Woche üben:
Die zweite Hälfte jeder Vorlesung führt den ökonomischen Inhalt der Woche ein und erklärt, warum das Thema wichtig ist. Idealerweise wird Ihr Interesse geweckt.
Kurze Videos und andere Materialien vermitteln deskriptive Statistik und Programmiertechniken. Sie können jederzeit darauf zurückgreifen, ähnlich wie bei einem Lehrbuch.
Alle Aufgaben bestehen darin, Daten zu beschaffen, zu analysieren, die Ergebnisse aufzubereiten und zu interpretieren. In den Tutorien erhalten Sie Unterstützung beim Einstieg.
In der ersten Hälfte der Vorlesung der darauffolgenden Woche besprechen wir die Übung und die Ergebnisse und gehen auf häufige Fehler ein. Falls Sie spezifische Fragen zur Ihrer Lösung haben, die wir nicht abgedeckt haben, können Sie diese im Tutorium stellen.
Dies wird als konstruktive Ausrichtung bezeichnet: Der Kurs ist so strukturiert, dass Ihre Anreize (die Aufgaben, die Sie für eine gute Klausur erledigen müssen) und die Lernziele des Kurses übereinstimmen. Nerdiger Hinweis: Nach dem Kurs sollten Sie in der Lage sein zu erklären, dass dies unsere Methode ist, nicht in die Falle des als Goodhard’sches Gesetz bekannten Phänomens zu tappen.
Warum überprüfen wir nicht den ersten Schritt (das Finden eines Datensatzes), fragen Sie sich vielleicht? Nun, angesichts der hohen Anzahl an Studierenden benötigen wir eine gewisse Standardisierung. Wir haben schlicht nicht die Kapazitäten, um die unterschiedlichen Herangehensweisen, die Sie beim Finden und Analysieren von Daten wählen, zu bewerten.
Warum jetzt eine Klausur?¶
Bis zum letzten Jahr ergab sich die Note allein aus den wöchentlichen Übungen. KI-Werkzeuge können diese Übungen inzwischen größtenteils lösen. Damit sagen sie uns nicht mehr, ob Sie diese Dinge selbst können. Die Klausur tut das. Die beste Vorbereitung darauf ist weiterhin, die Übungen jede Woche zu bearbeiten. Deshalb gibt es dafür Bonuspunkte.
Lernen von und mit Gruppenmitgliedern¶
Nutzen Sie Gruppen für gemeinsames Lernen. Sie erlangen das tiefste Wissen, indem Sie anderen Kommilitonen Dinge erklären. Beispielsweise könnte eine Studiengruppe, die sich auf ein komplexes Thema wie die verschiedenen Methoden zur Berechnung der Inflation in Anwesenheit von Nachfragereaktionen vorbereitet, davon profitieren, wenn ein/e Studierende/r dieses herausfordernde Konzept den anderen erklärt. Dabei festigt die Person nicht nur ihr eigenes Verständnis des Materials, sondern entdeckt auch verschiedene Perspektiven und Techniken, die andere anwenden könnten, um das gleiche Problem zu lösen.
Tutorien¶
In den Tutorien arbeiten Sie vor allem gemeinsam mit anderen an der aktuellen Übung und bekommen Hilfe von den Tutor:innen, wenn Sie nicht weiterkommen. Jede:r gibt die Übung selbst ab, aber wir ermutigen Sie ausdrücklich, in Gruppen daran zu arbeiten.
Vieles wird für viele von Ihnen neu sein (Programmieren, Statistik, über Zahlen kritisch nachzudenken), während Sie sich gleichzeitig in einer völlig neuen Umgebung wiederfinden. Nutzen Sie die Tutorien, um Unterstützung beim Einstieg zu bekommen!